KALININGRAD
Russische Föderation
Frühjahr 2026

Königsberger Dom, Kneiphof-Insel, Kaliningrad, 2017. © Wikimedia Commons

Russische Insel in der EU
Kaliningrad (Калинингра́д, Königsberg, Kjonigsberg, Кёнигсберг), die 11. Station des Projektes EVROVIZION, ist die Hauptstadt der Oblast Kaliningrad und seit 1945 eine russische „Insel“ und Exklave im Osten Europas. Das Kaliningrader Gebiet liegt an der Südostküste der Ostsee zwischen Polen und Litauen. Die Stadt gilt als westlichste Großstadt Russlands.

Das heutige Kaliningrad, die Geburtsstadt des Philosophen Immanuel Kant, gehörte bis zu dem Einmarsch der Roten Armee 1945 zu Ostpreußen. Fast 700 Jahre lang war die Stadt unter dem Namen Königsberg bekannt und ein Symbol für Weltoffenheit und aufgeklärtes Bürgertum. Infolge der russischen Annexion kam es zu Vertreibungen der deutschen Bevölkerung und russischen Neuansiedlungen. Bis zum Ende der Sowjetunion 1991 durfte kein Ausländer nach Kaliningrad einreisen, da das Gebiet zum militärischen Sperrgebiet erklärt wurde. Erst nachfolgend entstand sukzessiv ein Interesse daran, die deutsche Vergangenheit wiederzubeleben und die historischen Überreste zu restaurieren. Universitäten, Forschungsinstitute, Museen, Denkmäler und Sakralbauten spiegeln heute sowohl die kulturelle Vielfalt als auch das preußische und russische Erbe Kaliningrads wider.

Königsberger Dom, Kneiphof-Insel, Kaliningrad, 2017. © Wikimedia Commons

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